EPIK HOTEL

Hamlet

eine musikalische Tragödie
von William Shakespeare ins franz. übersetzt von Dorothée Zumstein

Spielplan

Premiere am 8. November 2023 im Comédie de Colmar – CDN Grand Est Alsace
Dauer : 2 Stunden 15

Mai 2025
Erscheinen der Übersetzung von D. Zumstein, Verlag : Éditions Vanloo / collection Théâtre

28. Juni 2025
Szenische Lesung im librairie de l’Atelier – Paris

8., 9. und 10. November 2023
Vorstellungen im La Comédie de Colmar – CDN Grand Est Alsace

vom 5. bis 9. Dezember 2023
im TAPS – Scala von Strasbourg

20. April 2023
Konzert von Hamlet Epik Band in Venedig – Italien
musikalische Residenz im Centro Culturale Zitelle

Besetzung

Text William Shakespeare
Neue Übersetzung von Dorothée Zumstein (nach einer Bestellung von Epik Hotel)
Regie Catherine Umbdenstock
Bearbeitung Catherine Umbdenstock und Katia Flouest-Sell
Regiepraktikantinnen Adèle Beuchot-Costet und Victoria Fagot
Bühne und Kostüm Claire Schirck
Dramaturgie Katia Flouest-Sell
Musik Nabila Chajaï, Samuel Favart-Mikcha und Frank Williams
Tongestaltung Samuel Favart-Mikcha
Lichtgestaltung Florent Jacob
Technische Leitung Pierre Mallaisé

MIT

Christophe Brault
Nabila Chajaï
Samuel Favart-Mikcha
Charlotte Krenz
Lucas Partensky
Frank Williams
et Pierre Mallaisé

Produktion

Epik Hotel
Co-produktion Comédie de Colmar – CDN Grand Est Alsace

Förderung

DRAC Grand Est
Ville de Strasbourg – Eurométropole
Les TAPS – Strasbourg
TPM – CDN von Montreuil
Centro Culturale Zittelle – Venedig, Italien
Lilas en Scène

Dreijährige Förderung “Aide au développement” der Region Grand Est für den Zeitraum 2021-2023

Presse

Von Robert Becker, La Fleur du Dimanche – kultureller Blog , 8.12.2023 :

Von Veneranda Paladino, Dernières Nouvelles d’Alsace 4.12.2023 :

Von Dom Poirier, Dernières Nouvelles d’Alsace 5.11.2023 :

Von Julia Percheron, Magazine Poly November 2023 :

Mehr

Radiosendung Coup de Théâtre im RDL68 ( 6.11.2023) (FR):
interview von Catherine Umbdenstock >>

Radiosendung Coup de Théâtre im RDL68 ( 4.12.2023) (FR):
Christine Ottenwelter und Francis Fischer haben diese Woche zwei Zuschauer zu Gast, die über „Hamlet” diskutieren – in der Inszenierung von Catherine Umbdenstock, die im November an der Comédie de Colmar Premiere hatte >>

Residenzen

vom 30. Januar bis 3. Februar 2023 : TPM – CDN von Montreuil
vom 17. bis 20. April 2023 : musikalische Residenz im Centro Culturale Zittelle von Venedig
vom 13. bis 22. Juni  2023 : Lilas en Scène
vom 11. bis 23. September 2023 : TAPS – Strasbourg
von 23. Ocktober bis 5. November 2023 : La Comédie de Colmar – CDN Grand Est Alsace

Fotos

@André Muller

“Die Väter schicken immer die Söhne in den Krieg.” – Schiller

Le roi est mort. Vive le roi ! Ein König folgt einem anderen, aber nicht den Sohn. Unruhe herrscht : das Königreich ist von einer Invasion bedroht. Inmitten dieser Aufruhr trägt Hamlet, der junge Prinz, Trauer. Diese mythische Figur enthüllt und beleuchtet die intimsten Scheinheiligkeiten und Verrätereien, löst sich aus einer von Schlachten verwüsteten Welt. Hamlet ist eine Gestalt der Zwischenwelt, die mit ihren Zweifeln und Fragen voranschreitet und uns zwingt, über Loyalität und Wahrheit, über unsere Beharrlichkeit zu existieren und über den Platz der Liebe nachzudenken. Um sich der bekanntesten Tragödie Shakespeares anzunehmen, schlägt Epik Hotel ein schlichtes und eindringliches Bühnenkonzept vor: Die imposanten Mauern des Schlosses von Elsinore öffnen sich und lassen Gespenst und andere Machenschaften erscheinen. Auf der Bühne verkörpern ebenso viele Schauspieler·innen wie Musiker·innen die Vielzahl der Figuren und schaffen so ein reiches Klang- und Musikuniversum aus Stimmen, Perkussion, Gitarre, Harfe und Konsolen, das zwischen Rock, Balladen, klassischen Arien, Rap … changiert – und so den letzten Worten des Helden Sinn verleiht: … und der Rest ist Schweigen.

Was für eine Welt hinterlassen uns unsere Väter und Mütter? Wer sind die missverstandenen Prinzen und Prinzessinnen, die „Narren und Närrinnen” von heute?

Damit wir uns Hamlet näher bringen, wollen wir erkunden, wie dieser trauernde und rachsüchtige Sohn nicht nur die Epochen durchquert hat, sondern auch als Motiv für andere Texte, andere Zeiten diente. Hamlet ist zugleich Projektionsfläche und Scheinwerfer. In Shakespeares Stück enthüllt und beleuchtet. Hamlet ist auf der Suche nach der Wahrheit und von Rache getrieben, geht aber weit über die Figur des Moralisten hinaus, denn er selbst ist voller Widersprüche. Seine Suche trägt den Konflikt der Generationen in sich: auf der einen Seite die versagenden oder toten Eltern, auf der anderen Hamlet, Ophelia oder auch Laertes, verloren, auf der Suche nach einer Kontinuität dort, wo es Bruch oder Leere gibt. Dieses Thema wird uns als Hebel dienen, denn es bildet einen roten Faden durch alle Inszenierungen von Epik Hotel der letzten Jahre. Wir wollen den Resonanzen des Textes bei Koltès und seinem Roberto Zucco suchen, oder in Heiner Müllers Hamletmaschine, die die Figuren und Darstellungen in einer Welt in Trümmern völlig zersprengt – jener Welt, die wir heute erben, politisch die des Endes der Ideologien und künstlerisch die des Postdramatischen. Die neue Übersetzung von Dorothée Zumstein, Dramatikerin und Shakespeare-Übersetzerin, die eigens für das Ensemble Epik Hotel angefertigt wurde, verleiht uns eine neue poetische Kraft des shakespeareschen Verses zu offenbaren.